Hier vorab ein paar Worte zu den Scherenschnittes von Erich Proksch.

Wer darauf verischten will:

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Erich Proksch (1910 - 2003) war hauptberuflich Lehrer, neben und nach dem Beruf ein begnadeter Scherenschnittkünstler, Töpferer, Aquarellmaler und Klavierspieler.

Im Oktober 1999 hat er mir, Tommy Bacherle, Photos von einigen seiner Scherenschnitten gegeben, damit ich sie einscanne und “dem Internet übergebe”. Ich bin übrigens sein Enkel.

Der Grund seiner Entscheidung für dieses Medium war, nach erster Skepsis, sein “Greuel vor dem Kontakt mit Kunstverständigen und Kunstweibern” bei einer herkömmlichen Ausstellung.

Er hat mehrere hundert Scherenschnitte gefertigt.
Einige Motive griff er über die Jahrzehnte immer wieder auf und entwickelte sie weiter. Die Scherenschnitte sind zwischen 20x30 und 50x70 cm groß.

Die Motive halten mehrschichtige Situationen fest und schicken die Phantasie des Betrachters auf die Reise, um zu ergründen, wie es zu der dargestellten Begebenheit kommt und wie sie wohl weitergehen mag.

Im Gegensatz zu vielen anderen Scherenschnitten sind die Bilder von Erich Proksch nicht statisch (wie die klassischen Porträts) oder romantisch-kitschig. Ihm gelingt z.B. die Darstellung von Lufthauch, Lüftchen und Luftgeistern. Pflanzen (oder auch mal eine Statue) führen ein Eigenleben oder entpuppen sich als Tiere.

Auch Alltagssituationen wie ein Spaziergang mit dem Kinderwagen werden durch solche Zugaben transzendiert; allerdings erst auf den zweiten Blick.

Dieser zum Verständnis seiner Bilder wichtige zweite (dritte und vierte) Blick ist eine Spezialität der Scherenschnitte Erich Prokschs, die für lang anhaltende Freude an seinen Scherenschnitten sorgen, bzw. für Interesse auch bei Nicht- Fans von Scherenschnitten.